Europa rüstet auf - im friedlichen Wettstreit mit den Amerikanern um die wissenschaftliche Eroberung des Kosmos. Teleskope mit bis zu 100 Metern Spiegeldurchmesser sollen immer tiefer in die über zehn Milliarden Jahre zurückliegende Vergangenheit des Kosmos vordringen. Ein Zusammenschluss von 64 Radioantennen, auf einer Fläche von zehn Kilometern Durchmesser, soll die Details der Sterngeburt aus interstellaren Gaswolken aufklären. Und hochauflösende Teleskope auf dem Erdboden und im Weltraum sollen nach erdähnlichen Planeten um fremde Sonnen fahnden. Aber bereits heute sind die Forscher und Ingenieure der Alten Welt auf wichtigen Teilgebieten der Astrophysik und Beobachtungstechnik führend. Denn mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte in Chile betreiben sie das zur Zeit leistungsstärkste Oberservatorium auf dem Erdboden.